Warum husten Pferde?
Husten ist bei Pferden ein natürlicher Reflex, um die Atemwege von Staub, Schleim oder anderen Reizstoffen zu befreien. Er kann jedoch auch ein Symptom für ein zugrunde liegendes Problem sein. Die häufigsten Ursachen sind:
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Staub und Schimmel
Staub und Schimmelpilzsporen im Heu oder in der Einstreu zählen zu den Hauptursachen. Selbst „sauberes“ Heu kann mikroskopisch kleine Partikel enthalten, die die Atemwege Ihres Pferdes reizen. -
Atemwegsinfektionen
Bakterielle oder virale Infektionen, wie zum Beispiel eine Erkältung oder Strangulation, können Husten verursachen. -
Allergien
Genau wie Menschen können auch Pferde an Allergien leiden. Staub, Pollen und sogar bestimmte Futtermittel können die Auslöser sein. -
Chronische Atemwegserkrankungen
Erkrankungen wie die rezidivierende Atemwegsobstruktion (RAO), besser bekannt als Pferdeasthma, treten immer häufiger auf und führen oft zu chronischem Husten. -
Umweltfaktoren
Schlechte Belüftung im Stall oder ein längerer Aufenthalt in einer staubigen Umgebung erhöhen das Risiko von Atemwegserkrankungen.
Warum husten immer mehr Pferde?
Auffällig ist, dass hustende Pferde häufiger vorkommen als früher. Dafür gibt es mehrere Gründe:
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Mehr Zeit im Stall
Viele Pferde werden heutzutage länger im Stall gehalten, insbesondere im Winter. Das ist zwar sinnvoll, beispielsweise um Weideland zu schonen, hat aber auch Nachteile. Ställe sind oft staubig und schlecht belüftet, was zu Atemwegserkrankungen beiträgt. -
Luftverschmutzung
Die allgemeine Luftqualität hat sich aufgrund von Umweltverschmutzung, wie Feinstaub und Ammoniak, verschlechtert. Dies betrifft nicht nur Menschen, sondern auch Tiere. -
Intensive Ernährung
Moderne Fütterungspraktiken, wie die Fütterung von Kraftfutter oder Heu minderer Qualität, können zu einem erhöhten Risiko von Reizungen oder Allergien beitragen.
Was kann man gegen hustende Pferde tun?
Ein hustendes Pferd sollte man niemals ignorieren. Es gibt jedoch praktische Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um die Atemwegsgesundheit Ihres Pferdes zu unterstützen. Wichtig: Bei anhaltenden oder schweren Symptomen sollten Sie immer einen Tierarzt konsultieren.
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Sauberes Heu bereitstellen.
Wählen Sie staubfreies Heu oder erwägen Sie, es zu dämpfen. Gedämpftes Heu ist nahezu frei von Staub und Schimmel und kann Hautreizungen vorbeugen. -
Verbesserung der Belüftung im Stall
Sorgen Sie für gute Belüftung im Stall und vermeiden Sie Staubansammlungen. Öffnen Sie nach Möglichkeit Türen oder Fenster und verwenden Sie eine staubarme Einstreu, wie z. B. Holzspäne oder Flachs. -
Lass dein Pferd öfter raus.
Je mehr frische Luft, desto besser. Lassen Sie Ihr Pferd täglich ins Freie, auch im Winter, um die Belastung durch staubige Stallumgebungen zu minimieren. -
Staubfreier Bodenbelag
Verwenden Sie staubarme Einstreu wie Flachs, Elefantengras oder Holzspäne. Vermeiden Sie Stroh, da es oft mehr Staub und Schimmel enthält. -
Erwägen Sie einen Heudampfer
Das Dämpfen von Heu ist eine bewährte Methode, um 99 % des Staubs, der Bakterien und des Schimmels zu entfernen. Dadurch kann die Luftqualität verbessert und Husten, insbesondere bei empfindlichen Pferden, reduziert werden. -
Denken Sie an Allergien
Wenn Ihr Pferd chronisch hustet, lassen Sie es auf Allergien testen. Dies kann Ihnen helfen, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, wie z. B. die Fütterung oder die Haltungsbedingungen anzupassen.
Wann sollte man einen Tierarzt konsultieren?
Die oben genannten Tipps können Ihnen zwar sehr helfen, aber es ist unerlässlich, einen Tierarzt zu konsultieren, wenn der Husten anhält oder die Symptome schwerwiegend sind. Dies gilt insbesondere, wenn Ihr Pferd außerdem:
- Starker Husten bei Anstrengung;
- Hat Nasenausfluss (vor allem gelblich oder grünlich);
- Hat Atembeschwerden oder ist lethargisch.
Ein Tierarzt kann eine korrekte Diagnose stellen und einen Behandlungsplan entwickeln.
Abschluss
Husten bei Pferden kann verschiedene Ursachen haben, von Staub im Heu bis hin zu chronischen Erkrankungen. Durch eine saubere, gut belüftete Umgebung und gegebenenfalls den Einsatz eines Heudampfgeräts können Sie die Atemwegsgesundheit Ihres Pferdes unterstützen. Denken Sie jedoch daran, dass in ernsten Fällen immer zuerst ein Tierarzt konsultiert werden sollte.
Indem Sie die Ursachen kennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen, können Sie dafür sorgen, dass Ihr Pferd gesund und glücklich bleibt. Schließlich wünschen wir uns alle, dass unsere Pferde fröhlich und problemlos auf der Weide galoppieren! Möchten Sie wissen, welche Heubedampfer wir anbieten? Dann schauen Sie doch mal in unserem Shop vorbei.
