In diesem Artikel erklären wir Ihnen die Unterschiede zwischen diesen häufigen Atemwegserkrankungen bei Pferden klar und verständlich. Keine komplizierten Fachbegriffe, nur klare Erklärungen. So wissen Sie, was los ist – und was Sie tun können, um Ihrem Pferd zu helfen.
COPD bei Pferden: der alte Sammelbegriff
Beginnen wir mit dem Begriff, den Sie am häufigsten hören: COPD . Dies steht für chronisch obstruktive Lungenerkrankung . Jahrelang wurde er als Sammelbegriff für alle Atemwegserkrankungen bei Pferden verwendet, insbesondere bei älteren Pferden oder Pferden, die über längere Zeiträume Staub und Schimmelpilzen im Heu oder in Ställen ausgesetzt waren.
In der Veterinärmedizin wird dieser Begriff jedoch nicht mehr verwendet. COPD ist zu ungenau. Stattdessen bezeichnen Tierärzte die Erkrankung heute häufiger als:
- RAO : Wiederkehrende Atemwegsobstruktion
- IAD : Entzündliche Atemwegserkrankung
Der Begriff COPD ist jedoch weiterhin weit verbreitet, insbesondere in Reitställen und Foren. Wenn also jemand sagt: „Mein Pferd hat COPD“, meint er eigentlich RAO oder IAD.
RAO – Die „alte COPD“
Die rezidivierende Atemwegsobstruktion (RAO ) ist die eigentliche Folgeerkrankung der COPD. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung der unteren Atemwege. Man kann sich das wie verstopfte Bronchien aufgrund von Schleim und Überempfindlichkeit gegenüber Staub, Schimmelpilzen und anderen Reizstoffen vorstellen.
Merkmale von RAO:
- Tritt hauptsächlich bei älteren Pferden (ab 7 Jahren) auf.
- Tritt häufig im Winter auf (im Stall).
- Starker Husten, Keuchen
- Schwierigkeiten beim Ausatmen, manchmal mit sichtbarem Einsatz der Bauchmuskulatur
- Dickflüssiger Nasenausfluss (Rotz)
Pferde mit RAO können sichtbar kurzatmig sein. In schweren Fällen kann man sogar eine „Hustenlinie“ am Bauch erkennen: eine Muskellinie, die durch das Pressen beim Ausatmen entsteht.
RAO ist irreversibel, kann aber mit angemessener Pflege und Anpassungen gut behandelt werden.
Zum Beispiel durch die Wahl von staubarmem Heu oder durch Dämpfen von Heu – wie Sie hier nachlesen können – und durch viel frische Luft.
IAD – Die subtile Variante
IAD steht für Inflammatory Airway Disease (entzündliche Atemwegserkrankung) . Im Gegensatz zu RAO verläuft IAD oft subtiler und tritt auch bei jungen Pferden auf, sogar bei Sportpferden im Training.
Merkmale der IAD:
- Leichter Husten, insbesondere beim Autofahren
- Manchmal verminderte Leistung
- Wässriger Nasenausfluss (ohne Eiter oder Rotz)
- Keine nennenswerte Atemnot in Ruhe
Unbehandelt kann sich eine idiopathische Atemwegserkrankung (IAD) zu einer respiratorischen Atemwegsobstruktion (RAO) entwickeln oder verschlimmern. Es handelt sich um eine Entzündung der unteren Atemwege, die häufig durch Staub, Viren oder allergische Reaktionen verursacht wird.
Gute Belüftung, Hygiene und staubfreie Lebensmittel sind von entscheidender Bedeutung.
Ein Heudämpfer kann auch bei IAD einen großen Unterschied machen. Hier erfahren Sie, warum gedämpftes Heu hilft .
Tabelle: Unterschiede zwischen COPD, RAO und IAD
| Begriff | Bedeutung | Alter des Pferdes | Symptome | Reversibel? | Beratung |
| COPD | Veralteter Sammelbegriff | Für alle Altersgruppen | Ändern | Nicht zutreffend | Vorzugsweise RAO oder IAD verwenden. |
| RAO | Chronische Lungenerkrankung | In der Regel älter als 7 Jahre | Starker Husten, Kurzatmigkeit, laufende Nase | Nein, aber es ist machbar. | Staubarm halten, Heu dämpfen, viel frische Luft |
| IAD | Entzündung der Atemwege | Oft jünger als 7 Jahre | Leichter Husten, Leistungsabfall | Ja, wenn rechtzeitig darauf eingegangen wird. | Ruhe, Hygiene, Heudämpfung, Tierarzt rufen. |
Was können Sie tun?
Sind Sie sich unsicher, ob Ihr Pferd an RAO oder IAD leidet? Lassen Sie Ihr Pferd immer von einem Tierarzt untersuchen. Dieser kann die Ursache mithilfe einer Bronchoskopie oder einer Bronchiallavage feststellen.
Darüber hinaus können Sie selbst viel tun, um Beschwerden zu reduzieren oder sogar zu vermeiden:
1. Staubarmes Heu füttern.
Staub ist einer der Hauptverursacher. Mit einem Heudampfgerät wie De Ton , De Krui oder De Trog lassen sich 99 % des Staubs, Schimmels und der Bakterien aus dem Heu entfernen. Das macht wirklich einen Unterschied!
2. Für ausreichende Belüftung im Stall sorgen
Ein gut belüfteter Stall mit Frischluftzufuhr verhindert die Ansammlung von Ammoniak, Staub und Schimmelpilzsporen. Öffnen Sie ein Fenster oder erwägen Sie die Installation eines Lüftungsgitters.
3. Achten Sie auf die Bodenbedeckung.
Verwenden Sie staubfreies Einstreumaterial wie Flachs oder Holzspäne. Stroh ist zwar preiswert, staubt aber oft sehr stark.
Fazit: COPD existiert weiterhin, aber RAO und IAD schaffen Klarheit.
Während „COPD“ ein ungenauer Oberbegriff ist, bieten RAO und IAD ein viel besseres Verständnis der Erkrankung und zeigen, wie Sie helfen können. Die gute Nachricht: Oftmals bewirken schon kleine Anpassungen Großes.
Möchten Sie wissen, ob Heudämpfung für Ihr Pferd geeignet ist?
Dann schauen Sie sich unsere Erklärungsseite an, auf der wir erklären , was ein Heudampfgerät macht , oder lesen Sie die häufig gestellten Fragen .
